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Einladung zur Exkursion am 05. Juni 2026

Wir laden Sie / Euch zur diesjährigen Fachexkursion
Artenvielfalt durch Landnutzung
am 05. Juni nach Waldeshöhe ein.
 
Auf unserer mehrstündigen Wanderung und Kremserfahrt erkunden wir verschiedenste Lebensräume der Kulturlandschaft: Äcker, Brachen, Trockenrasen, Feuchtwiesen und Obstanlagen
Diese 300 Hektar Exkursionsflächen werden von uns und unseren Partnerbetrieben seit 25 Jahren unter dem Aspekt einer maximalen Artenvielfalt bewirtschaftet.
Gern zeigen wir Ihnen / Euch die Ergebnisse = viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten, welche auf Nutzung angewiesen sind, und geben Einblick in spezielle Kulturmethoden, z. B. zur Förderung des Rebhuhns (Vogel des Jahres), dessen lokale Population wir vervielfachen konnten.
Aus unmittelbarer Nähe sehen wir den Aufbau eines Windparks in sensibler Landschaft und dessen Auswirkungen auf verschiedene Artengruppen (positiv und negativ).
 
Beginn:
11.00 Uhr, Dauer bis 16.00 Uhr
Treffpunkt:
Biohof Guter Heinrich, Ausbau 4, 17309 Jatznick (an der Straße nach Waldeshöhe)
 
Ausrüstung:
Kleidung und Schuhwerk für Wanderung, Kopfbedeckung (!)
 
Verpflegung:
Getränke sind vor Ort, Essen bitte selbst mitbringen
 

 

 

 

 

 

 

 

Bitte unbedingt per Mail anmelden, da wir den Kremsertransport planen müssen: info@ausgleich.org 

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Neue Wildobsthecke für Nieden – jetzt wird’s bunt

Projektfläche vor Umsetzung der Maßnahme im Februar 2026
Wildobsthecke nach der Pflanzung im Mai 2026

Im Frühjahr 2026 setzt die Ausgleichsagentur Nord für die wpd Windpark Groß Luckow GmbH & Co. KG verschiedene landschaftsbildwirksame Kompensationsmaßnahmen um. So wurde zwischen der Bundestraße 109 und der Ortslage Nieden auf bisher großflächig strukturarmen Intensivacker eine vierreihige Wildobsthecke angelegt.

Insgesamt 4 Heckenabschnitte erstrecken sich nun über eine Gesamtlänge von rund 1 Kilometer. Die Bepflanzung wurde mit einer artenreichen Mischung aus blüten- und fruchtragenden Baum- und Straucharten vorgenommen, hauptsächlich aus der Familie der Rosengewächse, da diese die höchste Bindung von wildlebenden Insekten- und Wirbeltierarten aufweisen.

Zum Einsatz kamen neben der Hundsrose (Rosa canina) seltene Wildobstarten wie die Haferpflaume (Prunus insititia) und die Gewöhnliche bzw. Frühblühende Traubenkirsche (Prunus padus). Im Gegensatz zu ihren vermeintlichen Doppelgängern, der sich invasiv ausbreitenden Türkischen Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und der amerikanischen spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina) gehören die von uns verwendeten Arten zur heimischen Flora.

Ergänzt wurde die Feldhecke durch die genügsame und insektenfreundliche Maulbeere (Morus alba). Seit dem 18. Jahrhundert ist diese traditionell in Vorpommern anzutreffen. Damals versuchten die Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. durch die Förderung der Anpflanzung von Maulbeerbäumen eine eigene Seidenproduktion zu etablieren. Zu den ältesten und sehenswertesten Standorten Deutschlands gehört die Maulbeerallee in Jatznick, die auch als Naturdenkmal ausgewiesen und nur 20 Minuten von der Projektfläche in Nieden entfernt ist.

Zusätzlich wurde die Salweide (Salix caprea), auch Sandweide genannt, in die Heckenpflanzung aufgenommen. Sie gilt nicht nur als Pioniergewächs, sondern auch als Frühblüher unter den Weiden, weshalb sie insbesondere für Insekten eine wertvolle, ökologische Funktion besitzt. Während die meisten Weidenarten nasse Füße lieben, kommt die Salweide auch mit trockeneren Standorten gut zurecht.

Entsprechend des Konzeptes der Wildobsthecke wurden für die vorgegebenen Überhälter der Feldhecke hochstämmige Kulturapfel- und Birnenbäume verwendet. Aprikosen und Vogelkirschen runden das wilde Fruchtangebot ab.

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