Natürliche Klimasenken

CO2 binden, Kohlenstoff festlegen, Ökosysteme schaffen – schnell, messbar und dauerhaft

Angesichts des Zeitdrucks in der Klimakrise haben wir effektive Methoden erarbeitet, um dezentral möglichst schnell möglichst viel Kohlenstoff dauerhaft in Böden zu speichern. Unsere Ansätze fokussieren sich auf breite Anwendbarkeit in der Landnutzung, um mit vorhandener Technik eine große Flächenwirkung zu erzielen.

Insbesondere das Vergraben von Grasaufwuchs und das Anlegen von Flözen sind Carbon Farming Methoden bei denen wir uns auf Bodenschichten unterhalb des Bearbeitungshorizonts = dauerhafte Speicherung konzentrieren. Durch das Schließen von ökologischen Kreisläufen kann ein Wechsel der Landwirtschaft vom großen Klimaverschmutzer zur Netto-Kohlenstoffsenke gelingen.

Grasaufwuchs in arme Ackerböden einbauen  

heißt, große Mengen an Kohlenstoff als Silage unterhalb des Bearbeitungshorizontes einzulagern. Der Aufwuchs von extensiven = spät gemähten Wiesen ist weder als Tiernahrung noch für Biogas brauchbar; gleichzeitig wird immer mehr Grünland über Agrarumweltprogramme extensiviert (notwendig für Artenvielfalt).

Um den Kreislauf zu schließen und Nährstoffe + Humus vom Grünland zurück auf den Acker zu bringen, vergraben wir Silage > 0,3 m durch Tiefpflügen. So entstehen nicht nur dauerhafte Kohlenstoffspeicher, sondern lebendige Puffer aus Humus, die Nährstoffe und Tonmineralien binden, beständig weiter wachsen und Bodenfruchtbarkeit wie Grundwasser gleichermaßen schützen. 

Flöze = Biomasse begraben

heißt, Landschaftspflegematerial wird tief im Boden (>2,5m) eingebracht und mit dem Aushub abgedeckt. Unter weitgehendem Luftabschluss wird der Kohlenstoff geologisch konserviert. Die Lagermenge richtet sich nach den konkreten Bodenverhältnissen am Standort, um Austräge von Stickstoff auszuschließen.

In der Landnutzung fällt zunehmend Landschaftspflegematerial an, das bisher nicht verwertbar war, z. B. Aufwüchse von Feuchtwiesen (aus Wiedervernässung). Nach Abdeckung können die Flöze oberirdisch mit weiteren Klimamaßnahmen verstärkt werden; optimal ist eine Bepflanzung mit Pioniergehölzen
-> siehe Weichhölzer. 

Weichhölzer als Gamechanger im Klimawandel

Weichholzbaumarten wie Winterlinde, Weiden und besonders Zitterpappel haben eine extrem weite ökologische Standortamplitude, sie wachsen vom Mittelmeer bis in die Arktis. Durch ihr schnelles Wachstum und das leicht verrottbare Laub bilden sie deutlich mehr Rohhumus als andere Gehölze, der zudem einen hohen Basengehalt aufweist und daher mehrheitlich zu Dauerhumus konserviert. Weichholzarten regenerieren sich aus den Wurzeln und müssen nach Nutzung oder Zerfall nicht neu gepflanzt werden. 

Wir legen Weichholzpflanzungen auf devastierten, humusfreien Böden an und dokumentieren die Kohlenstoffspeicherung sowie die ökologischen Wirkungen.

Gehölzanlage durch Trestersaat

Hecken, Feldgehölze und Aufforstungen können schnell und kostengünstig durch Ansaat von Obsttrester hergestellt werden (Pressrückstände aus Vermostung). Jeder Sämling ist eine genetische Neukombination und somit an den jeweiligen Standort angepasst. Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume gehören zur Familie der Rosengewächse und sind ökologisch sehr wertvoll als Lebensgrundlage für Insekten und Wirbeltiere. Aufgrund ihres relativ kleinen Kronenvolumens verdunsten sie weniger Wasser als andere Baumarten und sind daher für Gehölzanlagen in der Offenlandschaft geeignet.
Wir bauen seit mehr als 20 Jahren Trestersaaten im kleinen und großen Maßstab an.

Grundsätze:
  • Schnelle Ergebnisse statt Zukunftsversprechen: Unsere Methoden sind direkt umsetzbar, messbar und dauerhaft wirksam.
  • Wissenschaftliche Begleitung stellt sicher, dass Wirkung und Qualität dokumentiert werden.
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