Artenvielfalt

Zwei Drittel aller heimischen Tiere und Pflanzen sind auf extensiv genutzte Flächen angewiesen, heute werden jedoch nur noch 10–15 % der Offenlandschaft in Deutschland extensiv bewirtschaftet.

Die Kulturlandschaft ist Träger der Artenvielfalt – wir sichern sie durch Pflege, Nutzung und gezielte Maßnahmen.
Gern geben wir unsere Expertise weiter und helfen bei Planung + Umsetzung von Projekten.

Artenreiche Äcker

Wir betreiben seit mehr als 20 Jahren Extensiväcker für den Erhalt von Ackerwildkraut-Populationen, mittlerweile auf über 30 ha. Da die meisten gefährdeten Arten Herbstkeimer sind, nutzen ihnen nur chemiefreie Wintergetreidebestände, welche durch Nährstoffaushagerung ausreichend licht sind. In diesen „ewigen“ Roggenfeldern herrscht von der Aussaat bis zur Ernte völlige Nutzungsruhe, sodass in der bunten Ackerwildkrautflora viele Insekten vorkommen, die wiederum Lerchen, Wachteln und Rebhühner ernähren und Basis für die Wiesenweihe sind.

Bunte Wiesen und Weiden
20210801_181704 klein

Aus Grünland können nur artenreiche Flächen werden, wenn eine kontinuierliche Aushagerung erfolgt = jährliche Abfuhr der Nährstoffe. Heumahd, Beweidung und mosaikartige Bewirtschaftung bieten dann vielen Wildpflanzen + Insekten Lebensraum zur Fortpflanzung. Wir pflegen seit 25 Jahren diverse Grünlandbiotope wie Feuchtwiesen, Fettwiesen, Halbtrockenrasen, Magerrasen, Heiden und Steppenrasen; der Artenreichtum steigt bei richtiger Nutzung stetig an.

Spezieller Artenschutz

Wir vermehren gefährdete Arten an Ort und Stelle, indem wir die Restbestände sichern oder ansiedeln und durch gezielte Maßnahmen vergrößern. Wichtig dafür sind a) die langfristige Flächensicherung sowie b) Know-how und Technik der erforderlichen Pflegenutzung.

So konnten wir z. B. stabile Rebhuhnpopulationen aufbauen, Tagfalterarten vor dem regionalen Erlöschen bewahren und Vorkommen der Glattnatter erhalten.

Nach oben scrollen