Ökologische Landwirtschaft

Wir betreiben auf derzeit 350 Hektar ökologische Landwirtschaft mit den Schwerpunkten Erhalt regionaler Kulturpflanzen + Nutztiere, Humusaufbau und Integration von Artenvielfalt in die Landnutzung.
Grundsatz: Schützen durch Nutzen – die intakte Kulturlandschaft ist Träger von Artenvielfalt, Ernährungssicherheit und Klimasenken.
Unser Betrieb wirtschaftet nach der EU-Öko-Verordnung und den Naturland-Standards.
Sortenvielfalt erhalten
Als Mitglied von VERN e. V. vermehren wir alte Getreidesorten von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse und bauen diese als Marktfrüchte an. Ziel ist es, die früher wichtigen robusten Eigenschaften hinsichtlich Trockenverträglichkeit, Krankheitsresistenz und armen Böden heute wieder zu nutzen für eine Landwirtschaft ohne Pestizide und Kunstdünger. Gemeinsam mit anderen Betrieben entwickeln wir aus dem alten Weizen „Pommerscher Dickkopf“ eine Backwarenlinie als Regionalmarke.
Wir sind Teil der Obstsortensammlung Waldeshöhe, der größten In-Situ-Genbank für alte Obstsorten in Deutschland. Auf 15 ha werden mehr als 2.000 verschiedene Sorten von Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume erhalten und auf ihre Eigenschaften für Ökolandbau, Streuobst und Hausgärten getestet. Von der Baumschule bis zum Vollertrag sind hier die Kompetenzen verschiedener Partner gebündelt. Eine wichtige Komponente ist die Auslese neuer, standortangepasster Sorten aus Trestersaaten.
Landschaftspflege
Unser Landschaftspflege-Team bewirtschaftet seit mehr als 20 Jahren neben den eigenen Flächen auch Naturschutzobjekte wie Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heiden. Dazu nutzen wir sowohl robuste Technik (vom Freischneider bis zum Spezialtraktor) als auch Weidetiere. Die Schafherde wird aufgrund von Wolfsproblematik zunehmend durch Wildpferde (Koniks) ersetzt, welche auf trockenen Standorten optimale Ergebnisse hervorbringen.
Kreisläufe schließen
Intakte Kulturlandschaften, die uns dauerhaft ernähren können, erfordern zum Schutz ihrer Ressourcen eine Kreislaufwirtschaft: Nährstoffe müssen auf den Acker zurückgeführt werden, sie dürfen nicht in Grundwasser, Vorflut und Atmosphäre gelangen. Dem Problem Bodenalterung (Auswaschung von Ton und Nährstoffen) kann nur mit Humusufbau und einem intakten Bodenleben begegnet werden. Im Zentrum steht dabei die Rückführung von Biomasse aus den überlasteten Senken (Grünland) auf den Acker, traditionell über Viehwirtschaft, heute aufgrund des drängenden Kohlenstoffproblems auch über direkte Umverlagerung (Silage,Kompost). 
